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BLUECRUISE.ORG ist
ansässsig in Bodrum und versteht sich als Mittler zwischen dem Urlaubssuchenden und Bootseigner. Die hier
vorgestellten Schiffe sind von uns begutachtet und als zuverlässig und seriös ausgewählt worden.
 
Karlheinz Klüter
Tel.:(+90 252) 317 2660
Fax:(+90 252) 317 2661
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"Die kleinen einladenden Häfen
und Bucten bieten einen intimen Einblick in das Leben der ägäischen Küstenbewohner, Bereiche, die
große Schiffe niemals anlaufen können.
Eine Gület kann man in etwa mit einem Full-Service-Hotel vergleichen, in dem jedes Zimmer Meerblick garantiert,
doch die Szenrie wechselt täglich."
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Aus Freude am
traditionellen Handwerk

Bootsbau in der Antike
Bootsbau in Bodrum
Wie
eine Gulet entsteht
Die
Gulet heute
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antiker Schiffsplan
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Bootsbau in
der Antike
Der Bau von
Holzschiffen hat an der türkischen Ägäisküste eine jahrhundertealte (wenn nicht gar jahrtausendalte)
Tradition. Seit der Zeit seines berühmten Regenten, König Mausolos (im 4.Jh.v.Chr.) soll Bodrum ein wichtiges
Bootsbauzentrum gewesen sein. Überliefert ist, daß König Ptolemäus von Ägypten hier im
3.Jh.v.Chr. seine Kriegsschiffe bauen ließ. Noch heute haben die Schiffe erstaunliche Ähnlichkeit mit
jenen aus der Antike. Es waren sehr schlanke, schnelle Ruderboote mit je einer Ruderreihe auf jeder Seite, die
auch bei Bedarf gesegelt werden konnten. Ägypter und Phönizier gelten als die ersten Seefahrer der
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antikes Handelsschiff
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Geschichte und mit dem steigendem Handelsbedarf gelangten auch Hafenstädte an der Ägäisküste
mehr und mehr an Bedeutung. Schon bei Homer wurden die Kriegsschiffe als Langschiffe bezeichnet und die Handelsschiffe
Dickschiffe genannt. In der Tat wurde das älteste weltbekannte Schiffswrack, das von Uluburun (etwa 1350 v.Chr.), unweit von Bodrum entdeckt und gilt dem Museum
für Unterwasser-Archaeologie in der Bodrumer Burg als Vorzeigestück.

Zur Zeit der Großsultane beherrschten die Osmanen mit ihrer Segelkunst das Mittelmeer. Mit dem Niedergang
ihres 700-jährigen Weltreiches ging aber dort die Kunst seetüchtige Schiffe zu bauen zurück. Doch
in jüngster Zeit (ab etwa 1975), wurde dieses Wissen wieder aktiviert und heute ist der Bootsbau (speziell
in Bodrum) eine Wachstumsbranche. Von Jahr zu Jahr werden mehr Schiffe auf Kiel gelegt - insbesondere Gulets, die
traditionellen türkischen Holzschiffe, für türkische aber auch für ausländische Auftraggeber.
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Bootsbau in
Bodrum
Traditionelle
Holzschiffe werden heute hauptsächlich in den den Bootswerften von Bodrum, Bozburun, Marmaris oder Fethiye
gebaut. Es gibt inzwischen über 30 Bootswerften im Bodrumer Stadtteil Icmeler. Das geschäftige Treiben
in Bodrums Schiffswerften hat sich nur wenig von dem in der Antike geändert.
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Schwammtaucher um 1950
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Viele der Schiffe, die man heute sieht, sind moderne Ausführungen wesentlich älterer Bootsarten. So unterscheidet
man heute zwischen 3 Typen von Gulets. Die Tirhandil,
ein Doppelender mit Pinne, ist direkter Nachkomme eines antiken ägäischen Designs und bis vor nicht all
zu langer Zeit das Lieblingsschiff der einheimischen Schwammtaucher gewesen. Dieser Typ ist selten länger
als 18 m.
Die bevorzugten Schiffe sind aber heute die klassischen Gulets, Abkömmlinge der italienischen Gouletta, die
Ketsch mit abgerundetem
Heck oder die
"Ayna Ketch" (mit Spiegelheck). Es sind ideale
Charterboote, die mit der ausladenden Breite und dem geräumigen Deck viel Platz bieten für bequeme Kajüten
unter Deck und ein grosszügiges Leben an Deck im Freien.

Das vorherrschende Baumaterial ist immer noch die einheimische ägäische Pinie. Das Holz wird von Holzhändlern
am Ort oder von der Forstverwaltung gekauft, nachdem es in den nahen Wäldern geschlagen wurde. In früheren
Zeiten wurden Bäume mit Hilfe eines Flaschenzuges so gebogen, daß sie (je nach Verwendungszweck) in
eine bestimmte Richtung wuchsen.
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Wie eine Gulet entsteht
Der Bau beginnt mit dem Auslegen des Kieles, eine stabile Grundlage für den Bau an Land und eine feste Konstruktion
im Wasser. Es wird ein geschweisster Stahlkiel (in Wannenform) hergestellt, der mit schwerem
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die ersten Spanten
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Schotter gefüllt und dann zubetoniert wird und der zwei Ziele hat: einmal das starke Rückgrat zu bilden
und zweitens mit mehreren Tonnen Ballast der notwendige Schwerpunkt zu sein. Die Umrisslinien von Sprung und Schanzkleid
(die Form des Schiffes in Höhe des Deckes) werden grob nach Augenmaß ausgelegt und mit einer Randleiste
aus Holzresten eingefasst. Die verbleibenden Stützen werden dann von Hand gearbeitet und innerhalb dieser
Umrisslinie zur Verstärkung genau eingepasst.

Wenn alle Spannten und inneren Verstrebungen fertig sind, beginnt die Beplankung des Schiffsrumpfes. In diesem
Stadium werden auch Brennstoff- und Wassertanks eingebaut, Leitungen gelegt, sanitäre Installationen und der
Motoreinbau vorgenommen. Wenn sich die Holzbeplankung ihrer Vollendung nähert findet eine kleine Zeremonie
statt, bei der das Endstück "Baklava Holz", das den Schiffsrumpf schliesst, feierlich eingepasst
wird:
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Spiegelheck Gulet
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denn dieses Einsetzen markiert das Ende eines wichtigen Bauabschnittes.

Die Takelage wird ebenfalls in der Werft gefertigt. Außer der Mechanik, wie Motoren und Elektrik oder moderne
Navigation, wird das gesamte Schiff von einheimischen Handwerkern geplant und konstruiert.
Die Bauzeit einer mittleren Gulet liegt zwischen 9 und 15 Monaten. Die Kosten betragen für ein einfaches 15
Meter-Schiff ungefähr 100.000 € bis zu 1 Million € für die luxuriöseren 22 Meter-Gulets.
Beim Stapellauf wird ein Schlitten unter den Kiel geschoben, der das Schiff ins Meer gleiten läßt. Geölte
hölzerne Bolzen werden gelegt, um die Vorwärtsbewegung des Schlittens zu unterstützen und entsprechend
dem
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Schiffswerft
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Vorrücken des Schiffes regelmässig von hinten nach vorne geholt, bis das Schiff von selbst schwimmt.
Zuvor am Ufer durchlebt das Schiff eine traditionelle Tauf-Zeremonie. Anstelle von Sekt wird gemäss moslemischem
Brauch ein Schaf oder Rind geschlachtet und das Blut auf den Bug geschmiert, was viel Glück und sichere Seereisen
garantieren soll. Der Wert des Tieres ist ein guter Hinweis auf den Wert des Schiffes, 20 Meter-Gulets rechtfertigen
eine Kuh oder einen Stier, während einfache Dinghis (Beiboote) lediglich eines Huhns würdig sind.

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